![]() |
||||||||||||||||||
![]() |
Kunstwerkstatt Icona Oggi - Technik | |||||||||||||||||
Schon die Auswahl der Tafel erfordert Aufmerksamkeit und Erfahrung, günstig sind massive Hölzer mit wenig Harz und ohne Knoten. Nachdem die Tafel gehobelt und geschliffen wurde, wird eine Einkerbung von wenigen Millimetern ausgeführt, um den Rahmen der Ikone festzulegen. |
![]() |
|||||||||||||||||
![]() |
Es folgt die Einkleidung der Tafel: die darin besteht, dass über die Oberfläche der Holztafel ein fester, gleichmäßig gewebter Leinenstoff, der mit Leim getränkt ist, gespannt wird, so dass er sich perfekt mit dem Holz verbindet. |
|||||||||||||||||
Home - Werkstatt - Ausstellungen - Schule - Symbolik - Schaufenster - info@iconaoggi.net |
||||||||||||||||||
Ein Vorgang von grundlegender Bedeutung ist danach die Herstellung der weißen Schicht, die die Basis für die Malerei bildet. Dieser Untergrund besteht aus Kaseinleim und feinem Alabasterpulver. Sobald die Tafel gut durchgetrocknet ist, wird sie geschliffen, um sie so glatt zu machen wie Elfenbein. Die Tafel ist jetzt bereit für den Ikonenmaler, der als Erstes die Zeichnung andeutet, indem er sich der von der Tradition überlieferten Modelle bedient. Soll der Hintergrund vergoldet werden, werden die Umrisse der Figuren mit einer Ahle eingeritzt, damit während des Prozesses der Vergoldung die Umrisse der Zeichnung nicht verloren gehen. Auf den Untergrund wird eine Basis aus dünnen Schichten einer flüssigen Mischung aus roter Erde und organischem Leim aufgetragen, die, wenn sie getrocknet ist, poliert wird. Auf diese polierte und glänzende Oberfläche wird ganz feines Blattgold aufgebracht und anschließend mit dem Achatstein geglättet und bruniert. |
||||||
![]() |
![]() |
![]() |
||||
Nachdem alle Schritte der Vergoldung abgeschlossen sind, kann der Ikonenmaler mit der eigentlichen Malerei beginnen. Auf seiner Palette befinden sich ausschließlich natürliche Pigmente überwiegend mineralischen Ursprungs sowie einige organische Pigmente pflanzlichen oder tierischen Ursprungs. Diese Substanzen werden zu ganz feinem Pulver verarbeitet und durch eine eiweißhaltige Emulsion z.B. Eigelb gebunden. Wenn die Zubereitung der Farben abgeschlossen ist, beginnt der Maler sie aufzutragen, wobei er weiche und elastische Pinsel benutzt. Als erstes werden die Grundfarben aufgetragen und zwar deren dunkelster Ton. Dann werden die Gewänder gemalt und zuletzt die Hautfarbe (Gesicht, Hände …) mit Proplasma, einer Mischung aus Erden und Pigmenten bräunlicher und grünlicher Tonalität. Anschließend folgen die Aufhellungen, d. h. es werden immer kleinere Bereiche aufgehellt, um so den Eindruck der Tiefe zu schaffen. Die letzten Aufhellungen werden durch das Auftragen eines fast reinen Weiß betont. Der abschließende Schritt ist die Inschrift. Der Ikonenmaler trägt den Namen der in der Ikone dargestellten Persönlichkeit ein oder den Festtag. Diese Inschrift besiegelt, dass es sich um eine dem Vorbild getreue Ikone handelt. Die Inschriften, die ursprünglich in Griechisch oder in kirchlichem Slawisch geschrieben wurden, weisen häufig Abkürzungen auf. |
||||||
![]() |
![]() |
![]() |
||||
Home - Werkstatt - Ausstellungen - Schule - Symbolik - Schaufenster - info@iconaoggi.net |
||||||